Sonntag, 18. März 2012

Der (vermutlich) letzte Eintrag

So schnell ist ein halbes Jahr rum und ich sitze wieder in Singapur, mein erster und letzter Stopp in Asien. Medan habe ich mit einem traurigem und einem glücklichen Auge verlassen. Natürlich fällt der Abschied von all den lieben Menschen schwer und auch wenn es nicht immer leicht war, ist Medan doch zu einem zu Hause für mich geworden. Die Indonesier in Nordsumatra sind ganz besondere Menschen, mit einer speziellen Freundlichkeit, die wir Europäer nicht immer als solche verstehen. Egal wie oft sie mich auf die Palme gebracht haben, mindestens einmal täglich, haben sie mich wahrscheinlich noch öfter zum Lachen und Strahlen gebracht. So werde ich alles, besonders mein Dasein als Millionär, in positiver Erinnerung behalten.
Nicht nur der Aufenthalt in Medan, sondern auch meine Reise haben mir viel über mich selbst beigebracht, was vornehmlich auch der Sinn der Sache war. Indonesien hat mir geholfen meine Sicht auf Deutschland zu verändern und hat mich ebenfalls in eine Position gedrängt, in der ich nicht mehr weiß, was ich vom Leben will, aber das soll wohl das Problem des nächsten Sommers bleiben!

Ich will allen ganz lieb danken, die mit Rat und Tat zur Seite standen, ganz besonders natürlich meiner Mama und meiner Familie, die mich immer unterstützen. Danke auch für das fleißige Lesen und ich hoffe es hat euch auch Spaß gemacht.
Bis bald in Deutschland!

In Liebe, eure
                                             Romy

Donnerstag, 15. März 2012

27.2- 12.3. Reise Teil 2

Seit Montagnacht bin ich wieder in Medan und auf Verabschiedungstour, dennoch will ich mir jetzt endlich mal Zeit nehmen, um euch zu berichten, was die letzten zwei Wochen so los war.

Nach dem meine Mama und Tante wieder im Flugzeug Richtung Deutschland saßen, ging es für uns weiter nach Sanur -ein kleines Touristenörtchen am Meer. Viel zu sehen gab es nicht, aber im Wasser plätschern und die Seele baumeln lassen hat uns auch vollkommen ausgereicht. Nach zwei Tagen ging es jedoch früh um 6.00 Uhr mit dem Bus nach Padang und von dort auf die Fähre, weiter  nach Lembar, Lombok und letzten Endes Senggigi.




Bereits am ersten Abend konnte man ein wunderschönes Naturspektakel genießen. Man sitzt am Strand und beobachtet die Surfer. Schaut man nach links, sieht man Lombok umgeben von großen dunklen Wolken, die vor sich hin brummten. Schaut man nach rechts erstreckt sich über dem Meer ein atemberaubender Sonnengang. Die Krönung war jedoch der Regenbogen, der beide Himmelshälften miteinander verband. Doch natürlich hatten wir keinen Foto dabei!!!
So vergingen die Tage am Meer … Am vorletzten Tag konnte ich allerdings an einem Restaurant mit teilweise deutscher Speisekarte nicht mehr vorbei gehen. Die Bratkartoffeln und der Leberkäse mit Spiegelei riefen einfach zu laut nach mir. Diese kleine ‚Kneipe‘ hat uns jedoch nur essentechnisch gefallen, denn die Gäste waren dafür eher abstoßend. Alte Männer, vornehmlich Deutsche, die sich, dem Geruch zu Folge, den ganzen Tag Bier rein schütten und neben bei eine junge indonesische Frau ‚halten‘! An der Art wie sie mit einander umgegangen sind und sich unterhalten haben, wenn sie es überhaupt getan haben, ließ keinen Zweifel aus, dass es hier nur um Geld geht. Das ist einfach nur widerlich!!!




Nach knapp einer Woche ging es dann weiter auf die Gili-Inseln – kleine süße Inseln die zwischen Nordbali und –lombok liegen. Wir entschieden uns für die ‚Partyinsel‘, aber es war halb so wild, ganz im Gegenteil. Auf den Inseln gibt es keinen Verkehr und somit ist es wunderschön ruhig und man kann immer das Rauschen der Wellen hören! Zudem sind alle super relaxt, freundlich und glücklich, was vielleicht auch an den Mushrooms liegt, die einem an jeder Ecke angeboten werden, denn anders als Gras sind Pilze nicht illegal!  Nur mit dem Wetter hatten wir leider Pech und uns überraschte ein tropischer Regenschauer nach dem anderen. Trotzdem waren wir traurig, als es nach 5 Tagen Abschied nehmen hieß.






Unser Weg führte uns weiter nach Ubud, eine Stadt im Herzen des kulturellen Balis. Dort konnte man nicht nur hervorragend Shoppen gehen, sondern war nah an den wichtigsten Tempel und religiösen Stätten dran. Natürlich machten wir ganz Tourie like einen Ausflug und klapperten alles ab. Das i-Tüpfelchen war jedoch unser Homestay, welches ganz in balinesischem Stil gehalten wurde.


die heilige Quelle



Reisterrassen

die Eingangstür zu unserem Zimmer



Das Abflugdatum rückte jedoch unaufhaltsam näher und so war mein letzter Stopp am 11.3. Kuta, Bali. Die Partyhochburg Balis, aber vom Hocker gehauen hat es mich nicht: zu viele Touristen und zu viele betrunkene Australier ;)

Auf den nächsten Urlaub!


Ja und jetzt bin ich wieder Medan … uns bald wieder in Deutschland! Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht.
In den nächsten Tagen werde ich dann auch noch einen Abschlussbericht posten!

Samstag, 3. März 2012

19. - 25.2. BALI

Meine Urlaubsfaulheit hat sich eindeutig auf meinen Blog übertragen. Am Abend fällt man völlig erschöpft vom Nichtsmachen ins Bettchen. Aber mal ganz in Ruhe …

Wir kamen also am Sonntagabend in Bali im Aston Resort & Spa auf Nusa Dua, wo meine Mama und meine Tante schon warteten. Ich war so froh beide wieder zu sehen und ich konnte es immer noch nicht glauben, war es schließlich so unrealistisch. Uns stand also eine Woche Familie, 4 Sterne, Verwöhnprogramm und ‚Sonne auf den Bauch scheinen lassen‘ bevor – fantastisch. Das Hotel war schön und dennoch gab es eins-zwei Unannehmlichkeiten die das Hotel jedoch ausglich indem Olli und ich je eine balinesische Massage bekamen und wir vier auf Kosten des Hauses in einem Restaurant essen konnten.







Am Mittwoch konnten wir uns sogar von unseren liegen aufraffen und wir führen an die Ostküste von Südbali nach Ulu Watu. Zunächst besichtigten wir einen balinesischen Tempel, Pura Luhur, der nicht nur an sich schon schön war, sondern auch einen atemberaubenden Blick in die Weite und nach unten bot, denn er steht auf vom Meer umspülten Steilklippen. Nach balinesischem Glauben soll er Schutz gegen böse Mächte aus dem Meer bieten. Weiter ging es dann 2km gen Norden nach Bukit Badung – eine Bucht aus steilen Klippen, weißem Sand, türkisen Meer und dessen Rauschen. Während wir drei Mädels in den flachen Gewässern relaxten, ging es für Olli in die Wellen. Was für ein traumhafter Nachmittag!





So vergingen die Tage viel zu schnell und am 25. hieß es dann nicht nur auschecken, sondern auch Abschied nehmen, zum Glück diesmal nur für eine kurze Zeit …




Für Olli und mich ging es weiter mit dem Shuttle nach Kuta und sofort mit dem nächsten Taxi nach Sanur. Dort fanden wir ein nettes Homestay und verbrachten zwei weitere faule Tage am weißen Strand. Ready to go to Lombok !!!