Montag, 7. November 2011

Ein Tag am Fluss 6.11.2011


Langsam merkt man, dass Regenzeit ist. Seit zwei Tagen regnet es immer und immer wieder, zudem ist es dauerhaft bewölkt und bei maximal 25°C wird einem schon fast kalt. Der heutige Morgen sah jedoch sehr vielversprechend aus und so trafen meine Gastschwester und ich uns nach dem allsonntäglichen Kirchbesuch mit ein paar anderen Student. Mit nur einer knappen Stunde Verspätung war unser Mittagessen auf den Motorrädern verstaut und wir machten uns auf den Weg. Die Sonne begleitete uns durch kleine Dörfer und wunderschöne Urwälder. Zwei Stunden lang ging es über Stock und Stein, Berg auf- und abwärts und immer wieder durch Schlaglöcher. Bereits bei unserer Ankunft zog sich der Himmel langsam zu ...

Wir balancierten über Bambusstäbe und Steine bis hin zur Mitte des Flusses, wo kleine Hütten auf uns warteten. Sofort machten wir uns über das Essen her und nach einer kurzen Verdauungsphase ging’s ins kühle Nass. Komisch ist eben nur, dass alle in voller Montage ins Wasser springen! Irgendwie ist es ja auch praktisch, schließlich muss man so keine Wechselkleidung mitbringen. Ich habe dennoch zumindest meine Hose gewechselt. Wirklich schwimmen konnte man dich, dafür war die Strömung zu stark und es gab zu viele Steine. Als wir fertig mit unserer Badeaktion waren, war auch der Grillfisch fertig. Sehr lecker und zum Dessert gab es gelben Klebreis, mit Palmzucker und Kokosnuss und Papaya. Ein Traum …

Die Heimfahrt gestaltete sich weniger traumhaft. Mit leicht feuchter Kleidung auf dem Motorrad ist besonders durch den Fahrtwind leicht unangenehm, doch dann sind wir in einen tropischen Regenguss gekommen! Bereits nach 5 Minuten habe ich nichts mehr gesehen, denn mein Helm hat kein Visier. Letztendlich kamen wir komplett durchnässt und durchgefroren zu Hause an. Eigentlich wäre eine warme Dusche schön gewesen, aber der warme Tee tat es auch. Tagebucheintrag: Heute habe ich das erste Mal in Indonesien gefroren.
Ein sehr schöner und abenteuerlicher Tag der mit lustiger Weise an manchen Körperstellen einen Sonnenbrand beschert hat und das, obwohl die Sonne gar nicht schien.





Langsam lebe ich den indonesischen Alltag mit viel Freizeit und den verschiedensten Leckereien. Diese Leckerbissen (oder auch nicht) halte ich in der Rubrik Makan fest. Also wen es interessiert, einfach mal vorbeischauen.


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