Nach dem ich den ganzen Vormittag gefaulenzt habe und eigentlich auch nur in die Uni gefahren bin, um Mittag zu essen und meinen Urlaub zu besprechen (welcher genehmigt wurde J ), ging der Relax-Tag im Auto Richtung Strand weiter. Die etwa einstündige Fahrt über eine Huckelpiste nach der anderen, war sehr amüsant. Zudem sieht man so mehr von Land und Leuten, nicht dass es wirklich anders aussah als hier, eben nur etwas dörflicher, aber immerhin. Der Strand an sich war sehr schön, leider an einigen Stellen ziemlich vermüllt, was wahrscheinlich besonders durch die Ebbe auffiel. Demnach war auch keiner baden und ich auch nicht, zudem geht es nicht, dass ich meinen Körper im Bikini zur Schau stelle, vor allem nicht als Dozentin …! Aber mit den Füßen im Wasser plantschen und ein kleiner Strandspaziergang waren erlaubt und so hatten wir mit kleinen Fotoshootings viel Spaß. Beim Sammeln von Muscheln und dem genießen der Sonne konnte man die Seele baumeln lassen, und ich fühlte mich, wie im Urlaub. Abschließend waren wir noch bei einem Warung (kleiner Essensstand am Straßenrand, wo man lokale Spezialitäten bekommt und das zu nem Spotpreis; manchmal sind sie auch überdacht und mit Sitzmöglichkeiten; typisch indonesisch) essen und Kokosnüsse trinken – jammy.
Immer wieder erstaunlich finde ich, wie problemlos die Religionen miteinander leben. Auf Nordsumatra gibt es natürlich viele Muslime, aber auch viele Christen. Auf unserer Heimfahrt mussten wir zweimal für das Gebet anhalten. Eine Erfahrung die ich Deutschland noch nie gemacht habe, aber ich finde es gut und interessant.
Religion spielt im Leben der Indonesier eine sehr große Rolle, erst gestern hatte ich eine Diskussion, warum ich keine Religion habe. Ich habe diesem Studenten dann netter Weise groß und breit erklärt, dass es moralisch falsch ist, mich zu verurteilen, nur weil ich keine Religion habe oder vielleicht einfach an etwas glaube, an das er nicht glaubt und nicht kennt. Aber zum Glück gibt es solche intoleranten Menschen nur selten.
Insgesamt bin ich dankbar für jeden Tag, an dem ich etwas unternehmen kann, denn die Hummeln in meinem Hintern werden nicht immer so befriedigt, wie sie’s gerne hätten.
Meine Erkältung habe ich auch erfolgreich bekämpft und ich bin wieder voll auf dem Dampfer!


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