Und ruck zuck ist so ein Wochenende vorbei, sogar ohne Party! Mein Zeitgefühl ist irgendwie auch ganz schön auf der Strecke geblieben. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich schon ewig in Indonesien bin, doch andererseits vielleicht auch erst einen Tag. Ich weiß natürlich, dass ich seit einer Woche in Medan lebe, aber dass die Uhren hier anders ticken, merkt man täglich auf’s Neue …
Heute Morgen zum Beispiel: Wir wollten zwischen um 8.00 und 8.15Uhr los, Richtung Kirche. Ja, ich als gute Gasttochter begleite meine Familie, zudem denke ich, dass der Glauben die indonesische Kultur maßgeblich mitgestaltet. Also kurz vor halb fragte ich meine Schwester, ob wir nicht langsam los wollen?! Sie zeigte auf eine Uhr, die erst kurz nach um acht anzeigte. Als ich ihr daraufhin erklärte, die Uhr gehe nach und der Gottesdienst finge gleich an, lachte sie und meinte nur, beide Uhren gehen richtig – je nach Situation! So kann man wenigstens nie zu spät kommen!
Den Nachmittag verbrachten wir bei einer Dozentin, die super nett ist und sich wohl sehr um die Praktikanten kümmert. Typisch indonesisch kamen wir nicht nur 30 Minuten zu spät, sondern haben auch ein essbares olèh-olèh (kleines Gastgeschenk)mitgebracht – Kuchen. Bei meinem Heißhunger auf etwas Süßes schmeckte dieser einfach himmlisch – Ist ja kein Wunder bei dem ganzen Reisgefresse. Morgen werde ich für sie drei Unterrichtsstunden übernehmen, da sie noch krank ist. Doch auch wenn das wieder eine ziemlich kurzfristige Aktion ist, hat sich mich zumindest etwas darauf vorbereitet. Das genaue Thema konnte sie mir natürlich auch nicht verraten, doch wozu gibt es schließlich Schwellenvorbereitung?!
Hier noch ein Ausblick auf Medan …
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